Die Sage vom Goldkindstein

Viele Jahre vor der Gründung der Stadt Marienberg sahen Wanderer in den späten Abendstunden regelmäßig auf diesem Berge einige Lichter. Einige beherzte Männer wollten dieser Sache auf den Grund gehen und stiegen am Johannistag auf diesen Berg. Zu ihrer Verwunderung blühte auf dem Gipfel diese Berges eine wunderschöne Blume. Als einer von ihnen diese Blume pflückte, öffnete sich plötzlich vor ihnen der Berg. Ein geräumiger Saal tat sich vor ihnen auf. Darin ruhte bewacht von zwei großen Hunden, in einer goldenen Braupfanne ein kleiner Knabe. Sie fassten sich ein Herz, ergriffen dieses Kind und liefen, so schnell sie Ihre Beine trugen, der schützenden Behausung entgegen. Doch sie hatten den Hammergraben noch nicht erreicht,als die zwei Hunde ihnen das Kind wieder entrissen und damit wieder im Berg verschwanden. Alles spätere suchen blieb erfolglos. Niemals wieder zeigte sich einem Menschen die wundervolle Blume. Der Berg blieb für immer verschlossen.

Man erzählte sich später, dass nur in der Johannisnacht die Möglichkeit bestünde, Blume und Goldkind zu finden. Allerdings müsste man dieses Kind über den Hammergraben tragen, sonst holten sich die Hunde beides zurück und trügen es wieder in den Berg hinein.

Jahrhunderte später, nach Gründung der Stadt Marienberg gab man dieser Höhe den Namen "Goldkindstein".